Heiliger Präkarius besuchte Penzberg (21.10.2011)

Die KAB Penzberg setzte sich zusammen mit dem Heiligen Prekarius für gute Arbeitsbedingungen ein.

„Ausgangspunkt eines christlichen Verständnisses von Arbeit“, so der Penzberger KAB-Vorsitzende Michael Schmatz, „ist die unantastbare und unveräußerliche Würde jedes Menschen und seine Berufung, am Schöpfungswerk Gottes aktiv teilzunehmen.“ Arbeit ist keine Ware, die nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage gehandelt wird. Sie bezieht ihren Wert aus der Würde des Menschen, der sie verrichtet und das Ebenbild Gottes ist. 
 

Der Heilige Prekarius hat in der vergangenen Woche in Penzberg Station gemacht. „Prekarius ist ein virtueller „Heiliger“, gewissermaßen ein Scheinheiliger“, so die Penzberger KAB-Vorsitzende Cornelia Kriegbaum, „ein Symbol für die Menschen in unsicherer Arbeit – in Leiharbeit, befristeter oder niedrig entlohnter Arbeit.“ Prekarius, der in Italien zum ersten Mal im Jahr 2001 aufgetaucht war und im Jahr 2006 auch in Österreich gesehen wurde, teilt die Sorgen und Nöte der Menschen und erinnert so an den Beginn von Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute.
 

Was ist prekäre Arbeit? Um den Firmen Flexibilität zu ermöglichen, werden Beschäftigte immer häufiger in unsichere Arbeitsverhältnisse gedrängt. „Arbeit ist immer dann prekär, wenn der Lohn deutlich unter dem Durchschnitt liegt“, bemerkt die KAB-Kreisverbandssekretärin Petra Reiter, „eine unzureichende soziale Absicherung gegeben, keine zuverlässige Planung für den einzelnen möglich ist und die Arbeitnehmerrechte erheblich reduziert sind.“ 

„Prekäre Arbeit gibt es auch in Penzberg“, stellt der KAB-Vorsitzende Michael Schmatz fest, „beispielsweise wenn Chefs im Einzelhandel Minijobber nicht als Fachkräfte bezeichnen und ihnen der Lohn deshalb nicht an Feiertagen und während des Urlaubs fortgezahlt wird. Aushilfen haben die gleichen Rechte wie Vollzeitarbeitskräfte, sie sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse, was immer wieder vergessen wird.“ Gute Arbeit bedeutet für die KAB menschenwürdige Arbeit, die tariflich ausgestaltet und geschützt ist. Aber auch mitbestimmte Arbeit, der Arbeitnehmer muss am Ergebnis beteiligt werden. 

„Die KAB fordert die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohnes“ so die KAB-Vorsitzende Cornelia Kriegbaum, „der vor Armut schützt – das sind 9,20 € pro Stunde, gleichen Lohn für gleiche Arbeit und damit die Gleichbehandlung von allen Arbeitnehmern.“ Alle Tätigkeitsbereiche müssen gesellschaftlich anerkannt und besser koordiniert werden – Erwerbsarbeit, Familienarbeit und ehrenamtliche Arbeit. Alle Menschen haben ein Recht auf Teilhabe und Teilnahme. Deshalb muss lebenslanges Lernen und ganzheitliche Bildung die wichtigste Zukunftsaufgabe werden. „Außerdem fordern wir“, so die KAB Kreisverbandssekretärin Petra Reiter, „dass alle genug zum Leben haben. Aus diesem Grund ist ein garantiertes Grundeinkommen für alle notwendig.“

 


Marcel-Callo-Wallfahrt, Andechs (08.10.2011)

Auszug der Banner nach der Heiligen Messe.

 

Trotz der nasskalten Witterung hatten sich 40 Frauen und Männer aus den KAB-Ortsverbänden im Kreisverband Ammer-Lech auf den Weg nach Andechs, zur diesjährigen Marcel-Callo-Wallfahrt, gemacht.

Nach der Begrüßung durch die KVL-Vorsitzende Maria Tafertshofer folgten die Wallfahrer betend und singend dem Marcel-Callo-Strohblumenkreuz den "Heiligen Berg" hinauf. Das besondere Kreuz erinnert daran, dass sich Marcel Callo mit seinen Glaubensbrüdern im Gefängnis von Gotha immer vor einem Strohblumenkreuz zum Gebet versammelten. An drei Stationen hielt die Gruppe unterwegs inne, wo der Weilheimer Betriebsseelsorger Andreas Kohl Gedanken zum apostolischen Dienst des Marcel Callo vortrug. Zitate aus Briefen und Ansprachen des "Arbeiterapostels" ergänzten die Betrachtungen.

In der barocken Klosterkirche feierten die KABler zusammen mit dem stellvertretenden Diözesanpräses, Pfarrer Karl Mair aus Augsburg, als Höhepunkt der Wallfahrt die "Heilige Messe" zu der dann auch die bis dahin in Regenhüllen geschützten KAB-Banner zum Vorschein kamen.

In seiner engagierten Predigt bezeichnete Pfarrer Mair den Patron der CAJ und KAB als "Mutmacher" für alle, die sich heute als Christen für Gerechtigkeit und die Würde des Menschen in der Gesellschaft einsetzen.

Nach gutem Brauch fand die Wallfahrt anschließend in der Klostergaststätte ihren geselligen Ausklang.


 

Fair-Kleidung in Penzberg (14.04.2011)

KAB: Protestaktion gegen Hungerlöhne in der Sportbekleidungsindustrie
 

Die KAB setzte sich für faire Löhne in der Sportbekleidungsindustrie ein.Besucher des Infostandes konnten sich verkleiden und fotografieren lassen.

In wenigen Tagen, am 26. Juni, beginnt in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft (WM) der Frauen. Bei dieser Fußball-WM treten 16 Nationalmannschaften gegeneinander an. Das sportliche Großereignis verspricht einen spannenden Wettbewerb um Tore, Punkte und Siege. Die WM hat aber noch einen anderen Aspekt, der allzu schnell unter den Tisch fällt: die Schattenseiten der Sportbekleidungsindustrie. Aus diesem Grund informierte die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) Ammer-Lech und Penzberg, anlässlich einer Informationsveranstaltung zum Thema „Verkleidung-FairKleidung“, am Stadtplatz in der Penzberger Innenstadt. Die KAB unterstützte dabei eine Postenkartenkampagne der Christlichen Initiative Romero.

„Näherinnen und Näher in Weltmarktfabriken“, so der Vorsitzende der KAB Ammer-Lech, Michael Schmatz, „die für bekannte Sportmarken produzieren, berichten immer wieder über extremen Druck, das überhöhte Tagessoll zu erreichen.“ Der karge Lohn reicht nicht für ein Leben in Würde. „Erzwungene Überstunden“, wie die KAB-Kreisvorsitzende Maria Tafertshofer berichtete, „sind in vielen Zulieferfabriken an der Tagesordnung.“ Auch das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung wird häufig ausgehebelt.

In Guatemala etwa verdient eine Fabriknäherin den gesetzlichen Mindestlohn von umgerechnet 164 Euro. „Dieser Lohn ist allerdings so gering“, so die KAB-Kreissekretärin Petra Reiter, „dass die Frauen sich selbst und ihre Familie damit nicht versorgen können. Er reicht nicht einmal für die Lebensmittel des Grundwarenkorbes.“ Rechnet man noch die Ausgaben für Miete, Strom, Wasser und Bildung hinzu, so bräuchte eine Arbeiterin deutlich mehr als das Doppelte, um die Grundbedürfnisse abdecken zu können. Berechnungen des guatemaltekischen Staates zufolge wären für eine Familie 355 Euro zu veranschlagen. In El Salvador ist die Situation nicht anders. Dort arbeiten Textilarbeiterinnen für namhafte Sportartikelhersteller. Die Arbeitsbedingungen sind auch dort menschenunwürdig: Zwölf-Stunden-Arbeitstag, sechs Tage die Woche, 37 Grad Celsius und hohe Luftfeuchtigkeit. „Die Frauen werden kontrolliert“, so Petra Reiter, „wie oft sie auf die Toilette gehen, weswegen sie kaum etwas trinken, damit der Gang zum Kloo nicht zu häufig vermerkt wird.“ 1.500 Arbeiterinnen arbeiten auf einem Gelände, das mit Stacheldraht umgeben ist und von bewaffneten Wächtern patrouilliert wird. Das Trinkwasser ist mit Fäkalbakterien verseucht. „Für ein T-Shirt“, so die Penzberger KAB-Vorsitzende Cornelia Kriegbaum, „das auf dem US-Markt für 25 Dollar verkauft wird, erhält die Näherin gerade acht Cent. Davon kann niemand leben.“

Besucher des KAB-Informationsstandes konnten sich verkleiden und wurden anschließend fotografiert. Die Fotos konnten die Besucher im Anschluss direkt mitnehmen. Außerdem konnten die Interessierten bei dieser KAB-Aktion fair gehandelten Kaffee erwerben. Eine Mitarbeiterin des Penzberger Eine-Welt-Ladens war als Ansprechpartnerin vor Ort.



Vortrag zur Gesundheitsreform in Penzberg (14.04.2011)

Diözesansekretär Ziegler spricht sich auch künftig für eine solidarische und paritätische Finanzierung des Gesundheitssystems aus.

KAB Penzberg: Diözesansekretär Ziegler spricht sich auch künftig für eine solidarische und paritätische Finanzierung des Gesundheitssystems aus

Die Geschichte der Reformen im Gesundheitswesen seit 1983“, so der Penzberger Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB), Michael Schmatz, „lässt sich lesen als eine Geschichte der Ausgliederungen, Selbstbeteiligungen und Verschiebungen zu Lasten der Versicherten.“ In Deutschland gibt es seit vielen Jahrzehnten ein in seinen Grundzügen bewährtes System einer solidarischen Gesundheitsversorgung, die gesetzliche Krankenversicherung. „Für rund 70 Millionen Menschen ist die gesetzliche Krankenversicherung“, so Michael Schmatz, „eine wichtige soziale Absicherung. Sie findet in der Bevölkerung eine breite Zustimmung.“

Der Augsburger KAB-Diözesansekretär Peter Ziegler machte in seinem Vortrag deutlich, dass auch in „Zukunft für jeden Menschen in Deutschland eine vollwertige medizinische Versorgung, unabhängig von den eigenen Einkommensverhältnissen, gewährleistet sein muss.“ Dabei darf die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens und die Versorgung auf einem hohen Niveau nicht preisgegeben werden. Nach dem Willen der KAB muss das Gesundheitssystem auch künftig solidarisch und paritätisch finanziert werden. Solidarisch bedeutet, dass die die höhere Einkünfte beziehen, stärker zur Kasse gebeten, als die die nicht so viel auf der hohen Kante haben. Die KAB möchte, dass die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung auf breitere Beine gestellt wird. Zur Berechnung der Beiträge müssen neben dem Arbeitsentgelt aus nichtselbstständiger Tätigkeit, auch andere Einkünfte, wie beispielsweise Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, herangezogen werden. Nach den Vorstellungen der KAB soll die Beitragsbemessungsgrenze, die für die gesetzliche Krankenversicherung gegenwärtig gilt, auf die der gesetzlichen Rentenversicherung erhöht werden. In der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt die jährliche Beitragsbemessungsgrenze in den alten und neuen Bundesländern 44.050 Euro. In der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt die jährliche Beitragsbemessungsgrenze in den alten 66.000 Euro und in den neuen Bundesländern 57.600 Euro. Bis zu diesen Grenzwerten sind Beiträge zu entrichten. „In der Folge“, so Peter Ziegler, „sollen die Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung wieder abgesenkt werden.“

Die KAB möchte auch, dass die gesetzliche Krankenversicherung weiterhin paritätisch finanziert wird. Das bedeutet, dass die Beiträge für Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, gemeinsam zu gleichen Teilen, vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen werden. Bereits seit 2005 müssen Arbeitnehmer, für die Finanzierung des Krankengeldanspruchs, einen Zusatzbeitrag alleine bezahlen. Nach „Rösler I“ müssen die Beschäftigten alleine für künftige Beitragserhöhungen aufkommen, weil der Arbeitgeberbeitrag in Höhe von 7,3 Prozent eingefroren wurde. „Die Arbeitgeber müssen sich auch künftig wieder stärker“, so Peter Ziegler, „an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung beteiligen. Schließlich sind Krankheiten, die Arbeitnehmer sehr oft erleiden, auf die Ausübung ihres Berufes zurückzuführen.“

Der Augsburger Diözesansekretär Peter Ziegler forderte die anwesenden Besucher des Vortrags auf, bei den Sozialwahlen in diesem Jahr von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Mit den Sozialwahlen, die am 1. Juni 2011 stattfinden werden, die Selbstverwaltungsorgane bei zahlreichen Sozialversicherungsträgern neu gewählt. In diesen Tagen werden die Wahlunterlagen versandt. Bei einigen Sozialversicherungsträgern treten die katholische und die evangelische Kirche über die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) mit eigenen Listen an. Zur ACA gehören das Kolpingwerk, die KAB und einige Evangelische Arbeitnehmerorganisationen. Die Kandidaten der ACA müssen unterstützt werden. Die Selbstverwaltungsorgane bestimmen unter anderem, wie die Beiträge der Versicherten verwendet werden.

Der Penzberger KAB-Vorsitzende Michael Schmatz forderte anlässlich der Veranstaltung auch die Abschaffung der Minijobs. Als Sozialversicherungsfachwirt und Fachautor für Ratgeberthemen erlebt er immer wieder, dass die Minijobs, gerade bei jüngeren Arbeitnehmern sehr beliebt sind, weil sie ihren Lohn brutto für netto ausbezahlt bekommen. Nur der Arbeitgeber muss die Pauschalbeiträge an die Minijob-Zentrale entrichten. „Stockt der Minijobber die Rentenbeiträge nicht selbst auf“, so Michael Schmatz, „wird für ihn nichts ins Rentenkonto gezahlt. Wer sehr lange nur einen Minijob ausübt, geht im Alter leer aus und kann keine Rentenansprüche erwerben.“ Der Gesetzgeber sollte so schnell wie möglich die Minijobs auf den Prüfstand stellen und wieder abschaffen. Reicht die Rente im Alter für Minijobber nicht aus, muss der Staat den Lebensunterhalt mit Sozialhilfe aufstocken. Alle Steuerzahler müssen dafür den Kopf hinhalten.

Michael Schmatz forderte auch beim Thema „Scheinselbstständigkeit“ eine Beweislastumkehr. Ist es doch bisher so, dass die Sozialversicherungsträger den Beweis führen müssen, dass jemand in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis steht, müsste künftig gelten, dass eine selbstständige Tätigkeit von den betroffenen Personen und nicht von der Krankenkasse nachgewiesen werden muss. „Hier muss der Gesetzgeber so schnell wie möglich handeln“, so Schmatz.


 

 Brick-Film-Zeit, Weilheim (13.03.2011)


Hallo, mein Name ist Prekarlchen. Ich bin der kleine Bruder von Prekarius, dem Schutzpatron der prekär Beschäftigten.

In Weilheim haben sich am ersten Fastensonntag jeweils 5 Leute von der CAJ und von der KAB getroffen, um meine Kolleginnen und Kollegen am Filmset zu begrüßen.

In stundenlanger Kleinarbeit wurden über 250 Einzelbilder von uns fotografiert und am Computer zu einem kleinen Videoclip zusammengesetzt. Wie es Menschen in Leiharbeit am Fließband geht und was es für das Privatleben bedeutet, nie genau zu wissen, wie lange man noch Arbeit hat haben wir deutlich gemacht. Bei der Innovationsmesse 20elf am 28. Mai und anschließend auf der Homepage könnt Ihr das Ergebnis bewundern.


 

Internationaler Frauentag, Weilheim (19.03.2011)

Brot und Rosen – Zum 100. Geburtstag des Internationalen Frauentags



Vor hundert Jahren, am 19. März 1911, wurde der Internationale Frauentag erstmals begangen – ein guter Anlass um zur „Geburtstagsfeier“ ins Mehrgenerationencafe einzuladen. In einem kurzweiligen Potpourri an Impulsreferaten zeigten die Gastgeberinnen Anna Anziele vom Verein Vita e Cultura , Christine Lang vom Gesundheitsamt und Petra Reiter für die Katholische Arbeitnehmerbewegung KAB, dass die Frauenbewegung nicht am Ende sondern mitten drin steckt in der Arbeit für mehr Gleichberechtigung. Christine Lang erlaubte einen kleinen Einblick in die gesundheitliche Situation für Frauen und warb für geschlechtersensible Forschung und Therapie. „Anfang des letzten Jahrhunderts kämpften Frauen für das Frauenwahlrecht und trotzdem hat es sich lange gehalten, dass Frauen weniger politisch sind als Männer“ so Anna Anziele. Sie berichtete über die derzeitige Situation von Frauen in Italien und vor allem auch über die Widerstände italienischer Frauen gegen die italienische Regierung unter Berlusconi.

Abschließend erläuterte Petra Reiter die besondere Lage von Frauen, die in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind und bei der aktuellen Diskussion von Leiharbeit und befristeten Arbeitsverträgen oft vergessen werden. Im alten Rollenverständnis „Die Frau ist eh nur die Zuverdienerin in der Familie“ sind unterbezahlte Jobs und schlechte Arbeitsbedingungen für Frauen jahrzehntelang hingenommen worden. Die aktuelle Forderung von Gewerkschaften und Arbeitnehmerbewegung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – gemeint ist hier die Gleichstellung für Leiharbeitnehmende und Festangestellte – muss auch für Frauen und Männer gelten.

Zum Abschied gab es ein Dankwort an alle Anwesenden und Rosen für die Referentinnen von Maria Berndaner, der neuen Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Weilheim-Schongau und das Frauenbewegungslied „Brot und Rosen“.


 

Sozialaktion am Marienplatz, Weilheim (15.12.2008)


 

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“
Mit diesem Satz aus dem Mathäus-Evangelium auf den Rückenschildern beteiligten wir uns an der gemeinsamen Sozialaktion von KAB, Betriebsseelsorge, IG-Metall und DGB. Die „Spaltung der Gesellschaft“ war gemeinsames Thema und wir griffen bereits einen Arbeitstitel des Ökumenischen Kirchentags 2010 auf: „Fair teilen statt sozial spalten“. 150 selbstgebackene Kamelkekse wanderten aus unseren Körbchen in die Hände von vorbeieilenden Passanten und Weihnachtseinkäufen. Seitens des KAB-Kreisverbands werden wir zu diesem Slogan bereits 2009 bei verschiedenen Veranstaltungen arbeiten.

 


 

Die 24-Stunden-Frau (08.03.2008)

Der KAB-Kreisverband lud am internationalen Frauentag ins Haus der Begegnung nach Weilheim ein, als Teil einer Veranstaltungsreihe von Frauenbund, KAB und ACLI.

Neben einem ausgiebigen Brunch gab es Gesprächskreise zum Thema Mode - woher sie kommt und unter welchen Arbeitsbedingungen sie produziert wird. Der Film "Faltenwurf" führte in die Thematik ein und endete schließlich auf Wunsch der Frauen in Diskussionen um das Thema "faire Löhne für faire Frauen". Dieser Teil des 24-Stunden-Veranstaltungsmaratons nahm die aktuellen Sorgen der Arbeitnehmerinnen ernst. Sie konnten dann auch gut gelaunt den einen oder anderen Tipp mit nach Hause nehmen.
 


 


 

Sozialaktion am Weilheimer Marienplatz (17.12.2007)      
 
Mitten im vorweihnachtlichen Konsumrausch haben sich mehr als 25 KABlerinnen und KABler an der gemeinsamen Sozialaktion von KAB, Betriebsseelsorge und Gewerkschaften auf dem Marienplatz in Weilheim für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns stark gemacht.

Bei eisigem Ostwind und wärmendem Glühwein konnten wir mit 80 Aktionsteilnehmernden und ca. 100 Passanten wenigstens kurz ins Gespräch kommen und die KAB-Forderung von 8,50 €-Stundenlohn erklären. Dabei sind wir auf viele positive und überraschende Reaktionen gestoßen und viele Vorübergehende fragten, wie sie uns unterstützen können. Fünf „Hungerlöhner“ wiesen mit großen Plakaten darauf hin, dass sie mit ihren Bruttostundenlöhnen zwischen 2,75 € und 7,90 € zwischen 43 und 115 Stunden pro Woche arbeiten müssten, um auf einen Nettomonatslohn von 1000,00 € zu kommen. Pinkfarbene Regenschirme, von denen „Warmer Regen“ in Form von 8,50 €-Geldscheinen tropfte, warben unmissverständlich für die Botschaft: „Ohne Mindestlohn steht man im Regen“!